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Kirwa Hiltpoltstein

22.09. - 25.09.2017 31 Tage


Chronik der Kirwaboum Hiltpoltstein e.V.

 

Die Hiltpoltsteiner Kirwa – herbstlicher Höhepunkt mit großer Tradition

Die Hiltpoltsteiner Kirchweih – im Hiltpoltsteiner Dialekt „Kirwa“ genannt – ist schon seit jeher ein Höhepunkt des dörflichen Lebens im Herbst, nicht nur für den Ort, sondern auch für die gesamte Marktgemeinde und weit darüber hinaus. Die Kirchweih richtet sich nach dem Namenspatron der Hiltpoltsteiner Kirche, dem Apostel Matthäus. Sein Namenstag ist der 21. September. Fällt dieser Tag auf einen Sonntag, so ist an diesem Wochenende die Kirwa. Ansonsten ist immer der dem 21. September folgende Sonntag der Kirwa-Sonntag.

Dass die Hiltpoltsteiner Kirwa seit jeher große Anziehungskraft hat, ist auch den Kirwaboum zu verdanken. Ganze Generationen von Hiltpoltsteinern blicken auf ihre Zeit als Kirwaboum und Kirwamadla gerne zurück – war es doch stets eine der letzten Gelegenheiten für die jeweils junge Generation, zum Abschluss ihrer Jugendzeit nochmals auf den Putz zu hauen, bevor der endgültige Ernst des Lebens beginnt, man heiratet und eine Familie gründet. Das Einholen des Kirwabaums mit musikalischer Begleitung, das Aufstellen des Baums, die Umzüge durch den Ort, das Austanzen zum Ende der Kirwa, all das sind farbenprächtige und lieb gewonnene Gewohnheiten, die den Reiz einer Kirwa ausmachen, die feste Bestandteile fränkischer Kultur und fränkischen Brauchtums sind und ohne die eine Kirwa einfach keine richtige Kirwa ist.

Natürlich ist dies abhängig davon, ob und wie sich die Jugend des Dorfes engagiert und wie sie kameradschaftlich zusammenhält. Denn eine Kirwa läuft nicht von selbst, alles muss geplant und aufwendig vorbereitet werden. Daher verwundert es nicht, dass es in der ferneren Vergangenheit auch ab und an einmal eine ruhigere Kirwa gegeben hat, weil nichts „zusammenging“. Seit einigen Jahren hat sich allerdings unter der Hiltpoltsteiner Jugend – und darüber hinaus – ein beständiger, enger Zusammenhalt ergeben, der die Basis für Kirwa-Feste, die in eigener Regie und Bewirtschaftung durchgeführt werden, bildete. Hieraus ging schließlich der „Kirwaboum Hiltpoltstein e. V.“ hervor. Auf die Historie dieses jüngsten Hiltpoltsteiner Vereins soll nachfolgend kurz eingegangen werden.

 

2005 - Die erste Zeltkirwa

Vom 24. bis 26. September 2005 fand auf dem gemeindeeigenen Festplatz an der Schulstraße die erste Zeltkirwa der Kirwaboum Hiltpoltstein mit umfangreichem Programm statt. Speisen und Getränken wurden in eigener Regie zubereitet und verkauft. Ziel war, zusätzlich zum bewährten Angebot der örtlichen Gastronomie und einzelner Vereine einen Anziehungspunkt insbesondere für das jüngere Publikum zu schaffen und die Hiltpoltsteiner Kirwa auch in dieser Gruppe attraktiv zu machen.

Am Samstagnachmittag wurde der Kirwabaum eingeholt und durch das Dorf gefahren – unter musikalischer Begleitung der „Escherberchkappelln“. Deren Mitglieder – alles Musikanten aus unterschiedlichen Musikkapellen – treffen sich in dieser Besetzung nur einmal im Jahr, nämlich zur Hiltpoltsteiner Kirwa. Und der Name „Escherberchkappelln“ wurde gewählt, weil der markante, weithin sichtbare Höhenzug Eschenberg so ungefähr in der Mitte der Herkunftsorte der Musikanten liegt. Am Samstagabend dann spielte die Rockband „Fade to Black“. Am Sonntag konnte nochmals die „Escherberchkappelln“ zur musikalischen Umrahmung des Frühschoppens engagiert werden. Der Sonntagabend diente zur Erholung, bevor am Montagabend der Baum ausgetanzt wurde. Gewinner der stattlichen Fichte waren Tanja Meier und Tobias Meier, danach sorgten die Lokalmatadore „Hiltpoltsteiner Boum“ zum Kirwa-Ausklang für gute Stimmung im Zelt.

 

2006 – Das Jahr der Vereinsgründung

Das einvernehmliche Fazit der Kirwa 2005: Es war ein gelungenes, gut besuchtes Fest. Deshalb haben 20 Kirwaboum im Jahr 2006 beschlossen, einen eingetragenen Verein zu gründen, auch, weil hohe finanzielle Verpflichtungen sowie rechtliche Risiken und formale Anforderungen mit der Durchführung eines solchen Festes einhergehen. Die Gründungsversammlung fand am 15. April 2006 im Vereinsheim des Schützenvereins Hiltpoltstein statt. Hierzu fanden sich 26 Interessenten ein, die sich in die Mitgliederliste eintragen ließen. Bei den anschließenden Wahlen wurde Jürgen Meier zum ersten Vorsitzenden und Jörg Bauernschmidt zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Die Ämter des Kassiers und Schriftführers übernahmen Thomas Held und Manuel Merkel.

In diesem Jahr nahmen die Kirwaboum auch beim ersten Hiltpoltsteiner Faschingsumzug durch den Ort mit einem Festwagen teil. Das Motto lautete „Schüpf-Mobil“.

Die zweite Zeltkirwa, diesmal vom eingetragenen Verein ausgerichtet, fand vom 23. bis 25. September 2006 wieder auf dem Festplatz statt. In der Hoffnung auf regen Besucherandrang wurde auch ein größeres Zelt aufgestellt. Am Samstag spielte wie im Vorjahr die Rockband „Fade to Black“. Der Kirwa-Sonntag begann mit dem gemeinsamen Besuch des Festgottesdienstes in der Matthäuskirche. Danach folgte der Frühschoppen, diesmal mit der Blaskapelle Frankonia aus Gräfenberg. Am Sonntagabend spielte Alleinunterhalter Rainer Pink. Montagabend wurde zum Schaschlikessen eingeladen. Diese erwiesen sich als regelrechte „Renner“. Beim Baumaustanzen gewannen diesmal Sina Gebhardt und Patrick Herbst den Baum, bevor wiederum die „Hiltpoltsteiner Boum“ in Höchstform zum Kirwa-Ausklang aufspielten.

 

2007 – Es geht munter weiter!

Auch 2007 waren die Kirwaboum wieder mit einem phantasievoll gestalteten Wagen beim Faschingsumzug dabei. Diesmal zogen sie unter dem Motto „Hippies“ mit ihren gekonnten Verkleidungen alle Blicke auf sich.

Am 22. September 2007 war es dann wieder soweit, die dritte Kirwa fand am Festplatz statt. Das Zelt wuchs auf stattliche 10 x 21 Meter und das Barzelt auf 4 x 18 Meter an. Am Samstag fand wieder die Rocknacht für die jüngere Generation statt, diesmal mit der Gruppe „Dr. Evil“. Der Kirchweih-Sonntag begann wieder mit dem traditionellen und dem Anlass gebührenden Besuch des Festgottesdienstes in der St.-Matthäuskirche – der allerdings manchem Kirwaboum angesichts der Strapazen der vorangegangen Nacht etwas schwer fiel. Im Anschluss spielte die Blaskapelle Frankonia bei strahlendem Sonnenschein zum Frühschoppen auf. Nachmittags war auf dem Festplatz dann wie jedes Jahr allerhand geboten. Beim Bogenschießen, Schiffschaukeln oder Kutschenfahren kam keine Langeweile auf. Am Abend spielte der bestens bewährte Rainer Pink bis in die späten Abendstunden. Am Kirwa-Montag wurde wieder der Kirwa-Baum ausgetanzt, Gewinner waren Jörg Bauernschmidt und Isabel Zak. Abends spielten die „Hiltpoltsteiner Boum“ - eigentlich schon fast Tradition wie auch das Schaschlikessen.

 

2008 – Eine neue Idee für einen guten Zweck

Begonnen wurde das Jahr mit der neuen Aktion „Christbaum einsammeln“, die zum ersten Mal stattfand. Die Kirwaboum zogen Mitte Januar durch Hiltpoltstein und seine Ortsteile und sammelten und entsorgten die gebrauchten Christbäume gegen eine kleine Spende, die dem Kindergarten Hiltpoltstein zur Verfügung gestellt wurde. Natürlich wurde gegen die Kälte auch die eine oder andere Flasche Hochprozentiges den fleißigen Sammlern spendiert und von diesen auch dankbar dem vorbestimmten Verwendungszweck zugeführt.

An der Jahreshauptversammlung mit anschließenden Neuwahlen, die am 3. Mai 2008 stattfand, wurden als erster Vorsitzender Jörg Bauernschmidt und als sein Stellvertreter Jens Koslowsky gewählt, die Ämter des Schriftführers und Kassiers blieben bei Manuel Merkel und Thomas Held.

Auch 2008 beteiligten sich die Kirwaboum wieder am Hiltpoltsteiner Faschingsumzug. Der phantasievoll gestaltete Faschingswagen war wiederum der Hingucker beim Faschingsumzug. Das Motto diesmal: „Scheich“

Die Kirwa Nr.4 begann am 19. September 2008 erstmals mit einer Drei-Zelt-Kombination, wieder etwas größer als das Jahr zuvor. Eingeweiht wurde auch die neue, zerlegbare Grillhütte, die von den Kirwaboum eigens für die Kirwa konstruiert und mit eigenen Fachkräften gebaut wurde. Am Samstag gab es wie immer die Rocknacht, diesmal mit der Gruppe „Flashback“. Am Sonntagmorgen spielte nach dem Ende des Festgottesdienstes in der Kirche um 10:30 Uhr die Blaskapelle Frankonia zum Frühschoppen auf. Diesmal leider nicht bei strahlendem Sonnenschein, aber nichts desto trotz strömten alle in das gut beheizte Festzelt und feierten unsere Kirwa. An dieser Kirchweih fand auch zum ersten Mal ein Bogenschützenturnier statt, bei dem 23 Teilnehmer ihr Bestes versuchten, um ins Schwarze zu treffen. Am Sonntagabend sorgte wieder Alleinunterhalter Rainer Pink für gute Stimmung im Zelt. Zur späteren Stunde brachte DJ Tim die Stimmung bis in die frühen Morgenstunden zum Höhepunkt. Am Montag wurde dann wieder der Baum ausgetanzt, die Gewinner waren Carmen Wagner und Thomas Ruder, danach spielten die „Hiltpoltsteiner Boum“ und sorgten wie immer für einen genialen Kirwa-Ausklang.

Ein Ausflug nach Tirol rundete die Vereinsaktivitäten in diesem Jahr ab.

 

2009 – Das große Jubiläumsjahr

Das gesamte Jahr 2009 stand ganz im Zeichen des 900-jährigen Jubiläums der ersten urkundlichen Erwähnung Hiltpoltsteins. An den Feierlichkeiten im Ort, die sich über das gesamte Festjahr zogen und die ein Festkomitee unter der Leitung von Matthias Witschel über zwei Jahre lang vorbereitet hatte, beteiligten sich auch die Kirwaboum maßgeblich und zeigten den zahlreichen Besuchern aus nach und fern, wie lebendig Hiltpoltstein sein Jubiläum feiert.

Auch in diesem Jahr wurde unter dem Motto „ Piraten“ ein Faschingswagen in Form eines Schiffes unter Anleitung der beiden Vorstände Jörg Bauernschmidt und Jens Koslowsky gebaut. Sogar mit einem abknickenden Masten ausgestattet konnte der technisch durchaus anspruchsvolle und aufwendige Schiffsbau in der „Alten Leite“ abgeschlossen werden. Natürlich zog der Wagen bei den Faschingsumzügen in Hiltpoltstein und Gößweinstein wiederum die ganze Aufmerksamkeit auf sich.

Beim offiziellen Höhepunkt der 900-Jahr-Feierlichkeiten am Pfingstwochenende vom 29. bis 31. Mai 2009 errichteten und bewirteten die Kirwaboum zusammen mit der FFW Hiltpoltstein ein großes Festzelt mit Live-Musik auf einer zentral gelegenen Wiese der Firma Landmaschinen-Grüner. Das Zelt sollte sich schnell zum zentralen Anlaufpunkt der über den ganzen Ort verteilten, vielfältigen Jubiläums-Aktivitäten entwickeln. Und so feierte man an diesen Tagen eines der größten Feste in der jüngeren Vergangenheit Hiltpoltsteins. Erstmals wurde auch ein Kirwaboumwettstreit ausgetragen, an dem sich Vereine aus den umliegenden Nachbarorten beteiligten.

Es liegt auf der Hand, dass solch ein Fest gut organisiert sein will. Deshalb geht ein besonderer Dank an die damaligen Vorstände Jörg Bauernschmidt und Jens Koslowsky, die neben der Kirwa und einer Silvesterfeier nun auch die 900-Jahr-Feier zu planen hatten. Besondere Verdienste weit über die Kirwaboum hinaus hat sich aber Matthias Witschel erworben, der im offiziellen Auftrag der Marktgemeinde das Organisationskomitee leitete und der die vielen Feiern und Veranstaltungen aller beteiligten Vereine koordinierte.

Auch die Kirwa vom 25. bis 29. September 2009 war trotz kleinem Zelt wieder ein großer Erfolg. Das Programm bot am Freitag die Gruppe „Flash Back“, am Samstag heizten die „Allrounds“ den Besuchern ein und am Sonntag unterhielten Rainer Pink und DJ Tim die Gäste. Den Ausklang übernahmen am Montag die „Hiltpoltsteiner Boum“ und die „Handwerker Band“. Mit dem traditionellen Baumaustanzen, das Kristina Schmidt und Jürgen Meier gewannen, wurde die Kirwa offiziell beendet und es konnte in den Kirwa-Ausklang übergeleitet werden.

 

2010 – Ein halbrundes Jubiläum

Die Neuwahlen in der Jahreshauptversammlung erbrachten eine neue Vorstandschaft. Zum ersten Vorsitzenden wurde Thomas Held gewählt, zweiter Vorsitzender wurde Sebastian Prütting. Zum ersten Mal wurden auch Beisitzer gewählt.

Vom 24. bis 27. September konnten die Kirwaboum und Madla voller Stolz ihre 5. Zeltkirwa – zugleich die 1. Volksmusikkirwa – auf dem Festplatz feiern und damit bereits ein halbrundes Jubiläum begehen. Wenn auch das Wetter nicht berauschend war, so war diese Kirchweih, die mittlerweile zu einem großen Fest für Jung und Alt herangewachsen ist, für alle Beteiligten dennoch wieder etwas Besonderes. Zum ersten Mal wurde ein größeres Zelt aufgestellt und auch zum ersten Mal anlässlich der Kirwa ein Kirwaboum-Wettstreik ausgetragen, den die Stöckacher Kirwaboum gewannen.

Trotz komplett verregneter Kirwa konnten die Bands für gute Stimmung sorgen. Am Freitag spielte die Gruppe „Rotzlöffel“, am Samstag wieder „Allrounds“, am Sonntag zum Frühschoppen die Blaskapelle Frankonia, nachmittags die „Haflinger“ und DJ Tim, am Montag die „Hiltpoltsteiner Boum“. Die Gewinner beim Baumaustanzen waren Dominik Körber mit Lea Weidl.

 

2011 – Die Legende geht

Zur Kirchweih 2011 vom 23. bis 26. September sollte der Wettergott zum Ausgleich für das miserable Vorjahr ein Einsehen haben und die Kirwa als eine der besten in die Geschichte der Kirwaboum eingehen. Bei strahlendem Sonnenschein war der Festplatz in Hiltpoltstein bis auf den letzten Quadratmeter genutzt. Auch das große Festzelt war an allen vier Kirwatagen bis auf den letzten Platz gefüllt. So erreichte man am Freitagabend den Spitzenwert von weit über 900 zahlenden Gästen, denen die „Stoapfälzer Spitzbuam“ auch kräftig einheizten. Kaum weniger Gäste besuchten unsere Kirwa am Samstag und ließen sich wieder von den „Allrounds“ unterhalten, am Sonntag spielten wieder die „Haflinger“. Der Ausklang fand diesmal mit „Smile“ statt, das Baumaustanzen gewannen Jens Koslowsky und Sandra Hofmann.

Natürlich hatte dieser Ansturm auch Auswirkungen: Einmal auf die Verpflegungsvorräte, die teilweise sogar zweimal täglich aufgefüllt werden mussten. Zum anderen war es aber auch körperlich für das Team der Kirwaboum eine Herausforderung, eine Kirwa dieser Größenklasse zu meistern! Am Ende dieser Kirchweih konnte man aber voller Stolz und Freude auf vier wunderbare Tage zurückblicken. An dieser Stelle vielen Dank an alle Besucher der Kirwa 2011 und an alle, die uns über Jahre hinweg die Treue und Ehre erweisen und an unserer Kirwa teilnehmen. Damit helft Ihr uns ein Stück Kirchweihtradition zu erhalten!

Dennoch kam etwas Wehmut am Kirwamontag auf, ging doch eine Kirwaboum-Legende von Bord: Nach seiner Hochzeit und dem damit verbundenem Austritt aus dem aktiven Kirwaboum- Geschehen wurde Jörg Bauernschmidt am Abend des Kirwamontags 2011 im voll besetzten Festzelt unter großem Applaus verabschiedet und dabei seine großen Verdienste gewürdigt.

Jörg Bauernschmidt war einer der Gründungsväter und jahrelanges Mitglied im Verein. In dieser Zeit übernahm er von 2006 bis 2008 das Amt des zweiten und von 2008 bis 2010 das Amt des ersten Vorsitzenden. In diesen Funktionen sorgte er für so manchen Fortschritt. Wenn es darum ging, eine Wirkungsstätte für die Umsetzung ehrgeiziger Projekte der Kirwaboum zu finden, so war er gerne bereit sein Grundstück, sein Werkzeug und seine Gerätschaften sowie auch seine tatkräftige Unterstützung anzubieten. Selbstverständlich organisierte er auch gerne spontane Feiern, die das Gemeinschaftsgefühl wesentlich steigerten und den Zusammenhalt festigten.

In Würdigung dieser Verdienste wurde ihm am Abend des Kirwamontags 2011 die Ehrenvorstandswürde der Kirwaboum Hiltpoltstein verliehen. Seitdem ist Jörg Bauernschmidt dem Verein als passives Mitglied weiterhin verbunden. Seine Verdienste werden untrennbar mit der Geschichte der Kirwaboum verbunden bleiben.

 

2012 – Der Verein wächst

Das Jahr 2012 stand im Zeichen zahlreicher Veränderungen. Bei den Neuwahlen in der Jahreshauptversammlung wurden Jens Koslowsky und Sven Reichel als Vorstände gewählt. Weiter wurde bestimmt, dass die Vorstandschaft weibliche Unterstützung in Form einer Beisitzerin bekommen soll und somit auch die Kirwamadla angemessen in der Vorstandschaft repräsentiert sein sollen.

Es wurde zum ersten Mal ein Grillfest organisiert, die erste, eigene Bar wurde selbstgebaut und an der Kirwa wurde zum ersten Mal ein Schutzwagen aufgestellt, der als Festbüro diente.

Die Kirwa, die vom 21. bis 24. September 2012 stattfand, konnte auch wegen des auf 121 Personen angewachsenen Mitgliederbestandes wiederum erfolgreich und problemlos gemeistert werden. Am Freitag unterhielten die „Stoapfälzer Spitzbuam“ das Publikum, am Samstag spielte die „Silverband“ und am Sonntag wiederum die „Hiltpoltsteiner Boum“, den Ausklang umrahmte „Smile“ musikalisch.

Beim Kirwabaumaustanzen, das zum ersten Mal in Tracht durchgeführt wurde, gewannen Tobias Fett und Ramona Zenk den Baum.

 

2013 – Der Tag der Franken in Hiltpoltstein

Im Jahr 2013 wurde zum 5. Mal die Christbaum-Sammelaktion durchgeführt. Die Kirwaboum fuhren in Hiltpoltstein von Haus zu Haus und sammelten alle Christbäume ein, gegen eine kleine Spende für einen guten Zweck. In den Außenorten wurden bei vorher bekannt gegebenen Sammelstellen, Spendendosen dafür aufgestellt. Nach getaner Arbeit wurde traditionell bei Hans Deuerlein in Wölfersdorf eingekehrt, wo schon eine kleine Stärkung bereitstand.

Eine Besonderheit war der in den drei fränkischen Regierungsbezirken offiziell gefeierte „Tag der Franken“, an dem diesmal auch Hiltpoltstein aktiv teilnahm und damit auch überregional wahrgenommen wurde. Ein buntes Treiben im Schlosshof sowie Burgführungen, die von historischen und sagenumwobenen Gestalten begleitet wurden, lockten wieder zahlreiche Menschen von weither in den Ort. Erfreulicherweise konnten auch die Kirwaboum und Kirwamadla gemeinsam und zahlreich in Tracht erscheinen und damit fränkisches Brauchtum demonstrieren. Bei sehr warmen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein wurde an einer Burgführung teilgenommen, anschließend sorgten sie für beste Stimmung im Schloßhof und feierten noch bis in den späten Abend.

Die Kirwaboum und Kirwamadla am Tag der Franken im Innenhof der Hiltpoltsteiner Höhenburg mit der Sagengestalt des Burgherren „Ritter Hildepold von Stein“ (Foto: Bettina Vogel)

 

Am alten Sportplatz organisierten die Kirwaboum – bereits zum zweiten Male – ein internes Grillfest.

Aber 2013 wurde nicht nur gefeiert sondern auch Leistung gezeigt. Der Festplatz – Schauplatz der Hiltpoltsteiner Kirwa-Feste – wurde erneuert. Ein gebrauchter Toilettenwagen konnte erworben werden. Er wurde in Eigenregie komplett renoviert und mit einigen netten Features ausgestattet (Lautsprecher, blaue und rote Außenbeleuchtung für den Herren- und den Damenbereich) und zum ersten Mal an der Kirwa, die vom 20. bis zum 23. September 2013 stattfand, präsentiert. Der Toilettenwagen – er wird auch an andere Vereine vermietet – kam besonders gut an und war somit der letzte Schritt zu einer absolut gelungenen und überragenden Kirwa.

Diese bot wieder ein reichhaltiges Musikprogramm für jeden Geschmack. Den Reigen eröffneten am Freitag die „Stoapfälzer Spitzbuam,“ am Samstag spielte „Sayonaraz“ und am Sonntag die Stammgruppe „Hiltpoltsteiner Boum“. Der Kirwa-Ausklang am Montag begann wieder mit dem Kirwa-Baum austanzen. Der Wecker klingelte, als Mona Sobotka an der Seite von Sven Reichel den Blumenstrauß, der nach einer Runde um den Baum an das nächste Paar weitergereicht wird, gerade in der Hand hielt. Anschließend wurde ein überragender Kirwa-Ausklang mit der bislang unbekannten Band „Blase und die Badelatschen“ und einer überraschend hohen Besucher-Anzahl gefeiert.

 

Zum Schluss: Danke!

Diese kurze Chronik soll nicht enden ohne den Dank an alle, die die Kirwaboum und Kirwamadla bei ihren zahlreichen Aktionen unterstützt haben, insbesondere den freiwilligen Helferinnen und Helfern, ohne die die Kirwa-Feste nicht zu bewältigen wären!

Ein herzlicher Dank gilt auch allen Firmen, die uns durch Geld- und Sachspenden so selbstverständlich unterstützt haben! Nicht zu vergessen auch ein großes Dankeschön an alle Besucher, die alle Jahre auf unsere Kirchweih kommen oder unsere weiteren Aktionen wohlwollend begleiten und stets für gute Stimmung sorgen. Damit helfen Sie uns, ein Stück altbewährter fränkischer Kirchweihtradition weiterhin am Leben zu halten und auch an die nachfolgenden jüngeren Generationen weiterzugeben und diese dafür zu begeistern. Damit auch weiterhin gilt: „In Hiltpoltstein ist Kirwa - da muss man hin!“

Kirwaboum Hiltpoltstein e.V.

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